Warum wir rebellieren
Wir leben in einem Herrschafts- und Wirtschaftssystem, welches Gewalt als Mittel voraussetzt. Unser Wirtschaften beruht nicht auf fairem Tausch, sondern auf Ausbeutung. Unser Miteinander ist geprägt durch Konkurrenz und Selbst-Behauptung statt Verbundenheit und gegenseitiger Fürsorge. Die Folgen dieser wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Gewalt werden ausgeblendet, umgedeutet und unsichtbar gemacht. Und doch zeigt sich überall die Zerstörung: in den Zahlen zu sexistischer und rassistischer Gewalt, in kollabierenden Gesundheits- und Pflegesystemen, am Erstarken des Autoritarismus, am Welthunger, im Artensterben, in Naturkatastrophen.
Das Patriarchat ist der Vater der Polykrisen – und es wird uns in die Vernichtung führen.
Es ist Zeit, die dafür verantwortlichen Strukturen zu benennen. Es ist Zeit, Täter*innen und Täterstrukturen zu adressieren!
Es ist Zeit für einen feministischen Wertewandel!
Es ist Zeit, aufzustehen, sichtbar zu werden und den radikalen Wandel einzufordern!
FeministRebellion!
Wie wir rebellieren
Ziele
- Gewaltvolle Strukturen des Patriarchats und der Mitweltvernichtung entlarven
- Täter*innen und Täter*innenstrukturen klar benennen
- Eigene Vorstellungen von gutem Leben entwickeln und kommunizieren
- Mitstreiter:innen gewinnen (Solidarität als Klammer, keine Zerteilung in Partikularinteressen, Vielfalt erwünscht, Intersektionalität beachten)
Prinzipien
- Patriarchale Wertsetzungen und Regeln, gut verinnerlichte Lebenslügen verabschieden
- Kollektive Normalitätssimulation verweigern, uns und anderen Realität zumuten
- Eigene Werte klar und einladend kommunizieren
- Laut sein, Sichtbarkeit herstellen: Wir bitten nicht, wir zeigen Notwendigkeit auf
- Auf den Schultern der Frauen* stehen, die bereits emanzipatorische Kämpfe gefochten haben, deren Erfahrungen wertschätzen und nutzen
- Lernen im Tun, Praxis vor Theorie: in widerständigen Aktionen und deren Reflexion Theorien und Handlungsansätze weiterentwickeln
Formen
- Aktionsformate (auch ziviler Ungehorsam, Aktionskunst)
- Aufklärungsformate (Workshops, Vorträge, Manifeste, Kooperationen…)
- Patriarchale Diskurskontrolle unterlaufen, Emotion und Moral in Diskursen pflegen
- Vor und im Kollaps: solidarisch preppen, vernetzen, Verteidigung der Schwächsten